Dienstag, 4. Mai 2010

Herzlichen Glückwunsch, Rüdiger Nehberg!

75 Jahre und kein Stückchen weiser würde man wohl sagen, wenn Ihr Leben aus der Sicht eines Pauschaltouristen bewertet werden würde.

Die haben alle keine Ahnung!

Vor über 10 Jahren hatte ich die große Freude, Sie persönlich zu treffen und einem Vortrag über Ihre bisherigen Aktionen - vorrangig den Indianerschutz in Südamerika und den Kampf gegen die Genitalverstümmelung junger Frauen in Afrika betreffend - zu lauschen.


Ihnen ist es zu verdanken, dass ich im Alter von 13, 14 Jahren mir eine "Survival-Bauch-Tasche" ausstattete (darin so Sachen wie Angelköder, Streichhölzer, Bindfäden, Taschenmesser, Nähzeug, Kabelbinder, ein Poncho,...) und mich dann unter anderem im Fallenbau übte. Das Brennnessel-Boot aus einem Ihrer Bücher hab ich erfolgreich zu Wasser gelassen und auch die Trinkwasserfiltration wurde überlebt. Nur am Wildschweinfang mit bloßen Händen und am Fang von Enten mittels Balg arbeite ich noch.

Ihre Projekte, um auf die Bedrohung der Yanomami aufmerksam zu machen, haben mir imponiert und verdienen höchsten Respekt. Ebenso Ihr Mut, sich in unerforschtes Gebiet in Afrika zu wagen, muss erwähnt werden - leider haben Sie damals einen guten Freund verloren.
Aufgeben kam für Sie aber nie in Frage, "es gibt immer einen Weg" mag da vielleicht als Lebensmotto aus meiner Fernsicht sehr zutreffend sein.

Lieber Rüdiger Nehberg, alles alles Gute für die nächsten Jahre, möge Ihnen die Gesundheit weiter hold sein (bitte nicht über das nachlassende Gehör klagen - es gibt schlimmeres) und mögen Ihnen noch viele tolle Projekte bevorstehen.

In diesem Sinne, "Sir Vival", Improvisation ist alles und vielleicht bis zu einem erneuten Wiedersehen.

Ihr Christian

Homepage Rüdiger Nehberg
Menschenrechtsorganisation "TARGET"

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