Dienstag, 26. Juli 2016

Der Schwammspinner (Lymantria dispar)

Vorhin flatterte es kurz vor dem Abschließen auffällig unter der Werkbank. Ich wollte dem Falter erst ins Freie helfen, als ich den Grund seiner Anwesenheit an einem Stromkabel entdeckte: Ein weiblicher Schwammspinner (Lymantria dispar) mit zwei männlichen Individuen.

Der weitverbreitete, besonders im Süden gelegentlich massenhaft auftretende Schmetterling schwärmt im VIII/IX in Laubmischwäldern oder auch Obstgärten. Die beweglichen Männchen fliegen meist in den Abendstunden zickzackförmig lebhaft hin und her, während die schwerfälligen Weibchen regungslos an Stämmen und Ästen sitzen oder nur schwirrend vorankriechen. Die Eier werden in einem flachen, rundlichen Haufen an der Rinde des Stammes, an Zweigunterseiten, Zäunen usw. vorzugsweise an Waldrändern und anderen lichten, sonnigen Standorten abgelegt und mit der gelbbraunen Afterwolle bedeckt, was dem Gelege sein filziges Aussehen verleiht (Eischwamm). Die im darauffolgenden IV schlüpfenden Raupen fressen die Blätter fast aller Laubbäume, besonders der Eichen, und lassen sich bei Nahrungsmangel am Seidenfaden vom Wind über weite Strecken forttragen. Sie verwandeln sich im VII/VIII in Rindenritzen oder zwischen Blättern zur Puppe, aus welcher nach 2 bis 3 Wochen der Falter schlüpft.

Der Schwammspinner

Was sitzt denn da am Stromkabel?

Auffälliger Geschlechtsdimorphismus.

Ein Männchen kommt zum Zug...

...kopfüber.

1 Kommentar:

Caro hat gesagt…

Tolle Bilder! Ich habe den Falte noch nie mit Aufmerksamkeit wahrgenommen...